Energetisch bewusste Ernährung: Vegan? Fairtade? Bio?

Kaum ein Thema lässt die Meinungen im Internet so hochkochen wie das Thema vegane Ernährung. Energetisch betrachtet ist Fleischessen eines der größten Karmafelder der Menschheit. Aber macht es wirklich Sinn daraus eine spirituelle Norm zu machen, an die sich alle halten müssen?
Geschrieben von
Marlene Emminger
Veröffentlicht am
April 16, 2026

Manchmal braucht ein Samen bis er zur Erkenntnis erwächst...

Meine Geschichte beginnt an einem Punkt wo Fleisch zu essen für mich so normal war, dass ich mich über Menschen in meinem Umfeld, die das nicht mehr wollten geärgert habe, weil es dann Weihnachten „nur" Gemüse gab. Aber der Samen war gesäht und ich wurde erstmalig damit konfrontiert, ob es ethisch ist Tiere zu töten, um Fleisch zu essen. Zu dem Zeitpunkt war das für mich eine Diskussion, die mein Kopf geführt hat, nicht mein Herz.

Jahre später als ich begann mehr und mehr zu fühlen und mich auch spirituell zu öffnen, hab ich gemerkt, dass es sich nicht mehr ganz richtig angefühlt hat Fleisch zu essen und habe beschlossen, den Konsum erst einmal auf besondere Anlässe und Fleisch zu reduzieren, bei dem ich wusste, dass die Tiere "gut behandelt" wurden. Bis dann der Punkt kam, wo ich mehrere Monate kein Fleisch mehr gegessen hatte und ich bei unserer Lieblingsbuschenschank wie immer das „Brüstl“ (Kümmelbraten) bestellt habe. Obwohl ich richtig Lust darauf hatte, konnte ich es dann nicht essen. Es hat mir nicht geschmeckt, ich konnte es kaum runterschlucken. Ich habe erst im Nachhinein durch ein Kochbuch von Rüdiger Dahlke erfahren, dass der Körper ca. 4 Monate braucht, um die Fäulnisbakterien abzubauen, die wir brauchen, um Fleisch, Fisch und Eier überhaupt verdauen zu können. Die Erkenntnis bestätigte sich: Als ich nach langer Zeit zum ersten Mal wieder ein Frühstücks-Ei essen wollte, dachte ich beim Essen es wäre verdorben, obwohl es das nicht war. Als die anderen am Tisch es ebenfalls probierten und meinten es schmecke normal, da realisierte ich, dass mein Darm sich wohl umgestellt hatte.

Was ich nicht will, dass man mir tu..

Je tiefer ich in die Energetik eingetaucht bin, desto mehr wurde mir klar, wie uns unsere Entscheidungen in Energiefeldern halten, die uns nicht guttun (extrem tiefschwingend sind). Eines davon ist das Missbrauchs-Energiefeld. Und das wurde mir so sehr bewusst, als ich zufällig (bei einer Folge Bauer sucht Frau 😃 ) herausfand, dass Kühe ständig befruchtet werden, gebären müssen und ihnen dann auch noch kurz nach der Geburt ihre Kälber weggenommen werden. Und das alles nur, damit wir Menschen, die Milch, die in natürlicher Weise für Kälber gedacht ist, statt ihnen trinken können. Ich hab es wohl davor einfach nicht hinterfragt, nahm an Kühe würden einfach so Milch geben (ganz ehrlich im Nachhinein denk ich mir auch: warum sollten sie?) aber es war mir einfach nicht klar, was diesen eigentlich so sensiblen Tieren angetan wird. Ab dem Zeitpunkt wollte ich einfach keine Milchprodukte mehr zu mir nehmen. Auch nicht mehr wie zuvor aus muttergebundener Kälberhaltung, von Kühen mit Hörnern in Freilandhaltung. Die Trauer und Erkenntnis darüber, was ich jahrelang unterstützt hatte kam über mich und wollte verarbeitet werden. Aus energetischer Sicht betrachtet, wenn wir uns an diesem Missbrauch (indirekt) beteiligen, verbinden wir uns selbst auch mit diesem Energiefeld und ziehen uns diese Ausbeutung selbst in unser Leben. Wenn wir innere Themen dazu bei uns selbst auflösen, dann fühlt sich das fast automatisch nicht mehr stimmig an, dazu beizutragen.

Georg hat seine eigene Geschichte auf dem Weg zu pflanzlicher Ernährung. Um das hier kurz zusammenzufassen: wer mit Atembeschwerden bzw. Panikattacken zu tun hat (Themen der Lebensablehnung und Trauer), der reagiert häufig auch auf die Stress- und Todesenergien des Fleisches intensiv.

Ist biologischer Anbau wirklich besser?

Wir sind auf dieser Erde so eng mit der Natur verbunden, dass viele Gemüsearten von der Form her sogar den menschlichen Organen ähneln, die sie energetisch nähren. Als ich das zum ersten Mal gehört habe, habe ich es immer bewusster wahrgenommen und es fasziniert mich bis heute sehr. Ich fühle so eine große Dankbarkeit dafür, dass ich finde wir können nur mit möglichst großer Achtsamkeit mit dem Ort umgehen, der uns so gut versorgt. Anbauformen, die ohne Pestizide (wiederum "abtöten") und andere chemische Mittel auskommen, fühlen sich für mich persönlich stimmiger an. Letztendlich frage ich oft einfach meinen Körper über körperbasiertes Testen, ob ihm das Lebensmittel in meiner Hand gutttut oder nicht. Unsere Körperintelligenz ist viel größer als wir manchmal denken.

Wirken sich Arbeitsbedingungen auf mein Essen aus?

Wenn ein Lebensmittel unter ausbeuterischen Verhältnissen, Raubbau oder ähnlichem angebaut wird, dann ist diese Information in dem Lebensmittel gespeichert und lässt sich klar abtesten, egal welches Label draufsteht. Energetisch betrachtet nehmen Lebensmittel Energien auf und übertragen sie. Daher ist der energetische Nährwert bei guten Arbeitsbedingungen eindeutig höher. Wenn du es bis zu diesem Punkt im Blog geschafft hast, versteht es sich wahrscheinlich von selbst, dass ich mir für alle Menschen eine faire Bezahlung und menschlich-liebevolle Arbeitsbedingungen wünsche. Dafür bin ich auch bereit mehr als nur das Minimum zu bezahlen, im Idealfall an den Produzierenden direkt oder an faire Händler. Genauso wie Veganismus ist auch das Thema Geld und Preise häufig heiß umkämpft. Als selbstständige Energetiker wählen auch wir ganz bewusst und fühlen hin, was ein fairer und energetisch stimmiger Preis für unsere Angebote ist, sodass es für beide Seiten gleichermaßen bereichernd ist.

Was wenn mein Umfeld meine Entscheidung nicht respektiert?

Zurück zu meiner eigenen Geschichte zur „Veganerin“. Obwohl ich mich nicht unbedingt so bezeichnen möchte, da energetisch bewusste Ernährung noch weit darüber hinausreicht. Ich bin mittlerweile sehr achtsam und teste die Lebensmittel (egal ob aus Bäckerei, Supermarkt, Restaurant) im Vorhinein ab, ob sie meinem Körper guttun oder lade sie vor dem Essen zumindest energetisch auf.

Anyway: Obwohl es für mich zu 100% die richtige Entscheidung war, habe ich mich lange dafür geschämt kein Fleisch zu essen. Ich war in Gruppen unterwegs, die sich lustig über Veganer machen. Also hab ich lange gebraucht, um meine Entscheidung zu kommunizieren. Ich wollte und will auch noch immer niemanden belehren, der tierische Produkte essen möchte. Ich war früher genau an demselben Punkt, who am I to judge? Jeder darf für sich entscheiden, was er oder sie fühlt, was richtig ist und ob das, was ich hier schreibe mit ihm*ihr resoniert. Ich respektiere, dass es sicher viele Menschen auf der Welt gibt, für die Fleisch/Fisch ihre einzige Nahrungsgrundlage ist aber ich bin in einer Lebenssituation, in der ich mich ohne Schwierigkeiten von pflanzlichen Produkten ernähren kann und ganz ehrlich es fühlt sich sehr schön an.

Wenn du gerade an einem Punkt stehst, wo du dir denkst, das schaffe ich niemals vegan zu essen, obwohl ich es gerne würde, probiere es einfach aus. Georg war der größte Fleischtiger, hat sogar eine Jagdausbildung und selbst er hat es geschafft. Es ist für jeden ein anderer Prozess. Setze dich einfach nicht unter Druck, du musst dich nicht unter den Titel „Veganer“ einordnen, niemand beschämt dich, wenn du doch einmal eine andere Entscheidung triffst. Du darfst basierend auf deinem Fühlen zu 100% jederzeit neu entscheiden, was für dich richtig ist. Wenn du im Zweifel bist und deinem Körper so ernähren willst, dass es ihm so gut wie möglich tut, frag ihn einfach, was ihn nährt. Mehr zum körperbasierten Testen und Impulse zu energetisch bewusster Ernährung findest du im Booklet zu unserem Kartenset.

Wie gehst du mit dem Thema Ernährung um? Ich freue mich von dir zu lesen (@marleneundgeorg auf Instagram) ❤️

P.S. Ich bin keine Ernährungsberaterin, keine Ärztin und niemand der allgemeine Ernährungsempfehlungen gibt. Jeder Mensch ist individuell. Ich teile auf diesem Blog meine persönliche Meinung und Erfahrung aus energetischer Perspektive.

"Wenn ich heute meinen Teller betrachte, dann voller Dankbarkeit, dass die Erde uns mit genau den Pflanzen versorgt, die wir je nach Jahreszeit und Ort gerade brauchen."
Ernährung

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